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logo 1SCHULE BRAUCHT ZEIT

„Schule braucht Zeit“ ist ein Zusammenschluss von Eltern, Elternvertretungen und in der Wissenschaft tätiger Menschen verschiedener Bundesländer. Die Initiatorinnen und Initiatoren fordern eine „Rückgabe“ des Schuljahres, um die pandemiebedingten Folgen aufzufangen  – um den Kindern und Jugendlichen mehr Zeit für Ihre persönliche Entwicklung, innerhalb und außerhalb der Schule, einzuräumen, Lernrückstände auszugleichen und emotional-soziale Kompetenzen zu stärken.

Gefordert wird eine sofortige Debatte um eine sinnvolle Verlängerung der Schulzeit für alle Klassenstufen und Schulformen. Für „schnelle“ Schülerinnen und Schüler soll es Flexibilität geben, um zügiger den angestrebten Abschluss zu erhalten.

Dieser Forderungskatalog darf verbreitet werden. Hier kann man ihn unterschreiben

 

Fünf Forderungen auf einen Blick:

  1. Druck herausnehmen, Zeit einräumen
  2. Bildungspolitik muss Perspektivwechsel vollziehen
  3. Verbindliche schulinterne Konzepte für alle entwickeln
  4. Eine breite Debatte der bildungspolitisch Verantwortlichen anstoßen
  5. Bundesweite Bildungssolidarität anstreben

 

Unsere Forderungen - mit Begründungen auf der FORDERUNGEN-Seite zu finden 

1. Druck herausnehmen, Zeit einräumen

Nach eineinhalb Jahren Pandemie und monatelangem Schul-Lockdown brauchen Kinder und Jugendliche vor allem weniger Leistungsdruck und mehr Zeit. Darum fordern wir eine „Rückgabe“ der verloren gegangenen Zeit für alle Klassenstufen und über alle Schulformen. Diese Verlängerung kann beispielsweise in Form von zwei „Langschuljahren“ oder für G8-Jahrgänge als „Corona-Aufholjahr” im G9-Modus erfolgen.

 

2. Bildungspolitik muss Perspektivwechsel vollziehen

Die schulpolitisch Verantwortlichen müssen sich ehrlich eingestehen, dass die beiden Corona-Schuljahre keine normalen Schuljahre waren. Bisherige Lernziele konnten in der Breite nicht erreicht werden. Wir verlangen einen Perspektivwechsel: Die Bedürfnisse und Sichtweisen der Heranwachsenden müssen dabei stärker in den Blick genommen werden.

 

3. Verbindliche schulinterne Konzepte für alle entwickeln

Zusätzliche Förderstunden außerhalb der Unterrichtszeit, privatisierte Nachhilfe, „Lernferien“, Samstagsunterricht oder freiwilliges Wiederholen werden die Lernrückstände in ihrer ganzen Breite nicht aufholen können. Für den ausgefallenen Präsenzunterricht braucht es innerschulische Konzepte. Selbst die nächsten PISA-Studien werden die Defizite schonungslos offenlegen.

 

4. Eine breite Debatte der bildungspolitisch Verantwortlichen anstoßen

Wir wünschen uns zügig eine bundesweite ehrliche Debatte ohne Denkverbote, die die konkreten Erfahrungen vor Ort angemessen berücksichtigt – sowohl öffentlich als auch bei den zuständigen Gremien – damit das Versäumte und Verpasste bei allen Schülerinnen und Schülern aufgeholt werden kann. Am besten in konkreter Kooperation von Bildungsexperten, Lehrpersonal, Eltern und Schülerschaft.

 

5. Bundesweite Bildungssolidarität anstreben

Abhängig vom individuellen Umfeld fand das Lernen im Distanzunterricht bundesweit unter sehr unterschiedlichen Bedingungen statt – in technischer und sozialer Hinsicht. Diese ungleichen Lernvoraus-setzungen führten überall zu einem noch größeren Aufklappen der ohnehin schon weit geöffneten Bildungsschere. Diese wieder weitmöglichst zu schließen, sollte unser gemeinsames gesamt-gesellschaftliches Anliegen in ganz Deutschland sein.

Hier gibt es unser Forderungspapier auch als PDF.

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